Das Bremer Institut für Gerichtspsychologie

ist ein Zusammenschluss von Diplom-Psychologinnen und Diplom-Psychologen. Seit Gründung im Jahre 1981 werden psychologische Sachverständigen-gutachten im Zivil- und Strafrecht sowie in anderen Bereichen in erster Linie für Gerichte und Staatsanwaltschaften, aber auch für andere öffentliche Institu-tionen (z.B. Jugendamt, Gesundheitsamt, Versicherungen) sowie in Ausnahmefällen für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte erstellt.

Neben der forensisch-psychologischen Sachverständigentätigkeit arbeiten wir psychotherapeutisch und sind im Bereich rechtspsychologischer und kriminologischer Forschung und Lehre tätig.

Über die Kinder-, Familien- sowie Zeugenpsychologie als inhaltliche Schwerpunkte hinaus liegen Spezialisierungen in den Bereichen Personen-identifizierung, sexueller Mißbrauch und physiopsychologische Verdachtsabklärung (forensische Polygraphieanwendung) vor. Erkenntnisse aus der Sachverständigentätigkeit finden ihren Niederschlag in Fortbildungsveranstaltungen für Juristen und Sozialarbeiter, in der Lehre an der Universität Bremen, in Vorträgen und Diskussionsrunden, sowie Bildungsveranstaltungen für alleinerziehende Eltern, Scheidungsbetroffene und Pflegeeltern.

Darüberhinaus werden in begrenztem Umfang Trennungs- und Scheidungsberatungen durchgeführt und Fachsupervisionen angeboten.

Für die Bearbeitung von Fragestellungen sind im Bremer Institut für Gerichtspsychologie vielfältige diagnostische Vorgehensweisen möglich, weil

  • verschieden ausgestattete Praxisräume vorhanden sind, die unterschiedlich diagnostisch genutzt werden; damit ist auch die Möglichkeit gegeben, z.B. Kinder bei länger bestehender Trennung von einem Elternteil, der ein Umgangsrecht beantragt, in einer geeigneten Umgebung zu untersuchen;
  • bei besonderen Problemstellungen ein weiteres weibliches oder männliches Teammitglied in den diagnostischen Prozess einbezogen werden kann, um z.B. geschlechtsspezifische Einstellungen zu prüfen;
  • über die forensisch-psychologische Individualdiagnostik hinaus auf der Basis einer bestehenden Vernetzung von psychologischer Praxis und Forschung experimentelle Untersuchungen, z.B. zur Zeugentüchtigkeit bei Personenidentifizierung oder zu methodischen Problemen der Wahlgegenüberstellung durchgeführt werden,
  • in einzelnen Fällen eine Kooperation mit Fachleuten anderer Disziplinen wie z.B. Neurologen oder Psychiatern erfolgt,
  • eine qualifizierte forensisch-psychologische Kollegialsupervision und Fortbildung auf regelmäßigen Teamsitzungen stattfinden.